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Schleuse und Schöpfwerk

Längst haben moderne Unterwasserpumpen die 30 Tonnen schweren Pumpen abgelöst, schon lange steht das Schleusentor still…. (mehr lesen)

 

1916 wurde während des 1. Weltkrieges das von französischen Kriegsgefangenen errichtete Ensemble fertiggestellt. Es besteht aus der Paretzer Schleuse, dem Pumpenhaus und dem Turm der Trafostation und steht heute wegen seiner harmonischen Ästhetik und der technisch raffinierten Konstruktion der Pumpenanlage unter Denkmalschutz.

 

Schleuse Paretz

 

Die Anlage am Paretz-Nauener Kanal diente der Melioration des Havelländischen Luchs, die König Friedrich Wilhelm I. von Preußen bereits 1718 initiiert hatte. Durch die gesteuerte Ent- und Bewässerung mithilfe von Gräben und Drainagen sollte eine durchgängige landwirtschaftliche Nutzung der zeitweise überschwemmten Felder ermöglicht werden. Durch die Melioration wurden alleine im Havelländischen Luch 500 km² Ackerland gewonnen. Das aus der Entwässerung stammende Wasser sammelte sich am tiefsten Punkt des Terrains und musste von hier aus in einen höher gelegenen Abfluss bzw. Kanal gepumpt werden. Diese Arbeit übernahmen an der Paretzer Schleuse leistungsstarke Pumpen: sie konnten, angetrieben von Elektromotoren, in einer Stunde bis zu 22.000 m³ Wasser bewegen. In den siebziger Jahren wurden sie durch zwei moderne Unterwasserpumpen abgelöst.

 

Das Schöpfwerk besticht durch individuelle Bauweise und einer technischen Ausstattung, die von hoher Qualität zeugt. Der Verein Historisches Paretz konnte das Pumpenhaus 2006 dank einer Spende denkmalgerecht sanieren.

 

Postkarte ca. 1920