Architektur

Dorfkirche - Pfingsten

Die Paretzer Dorfkirche steht auf einer kleinen Anhöhe gegenüber des Paretzer Schlosses im sog. Kirchgarten, dem nord-westlichen Teil des Parks. Der sie ursprünglich umgebende Kirchhof wurde 1840 auf die Nordseite des Kirchgartens verlegt, das Eiserne Kreuz zeugt noch davon.

 

 

 

Skizzenbuch 1

Im Paretzer Skizzenbuch sind die Ansichten enthalten.

 

Der Chor ist gerade und nicht eingezogen. An der Ostwand ist ein großes Maßwerkfenster, das bis in den mit Fialen ausgestalteten Giebel hineinreicht. Dieser ist mit fünf reich verzierten Blenden geschmückt; darüber je ein schräg verlaufender Fries. Die Chornord- und -südwand ist fensterlos. Nördlich steht ein Epitaph.

Skizzenbuch 2

Das 2. Blatt stellt den Grundriss sowie zwei Schnitte dar.

 

Daran schließt sich nach Westen das Kirchenschiff an. Es hat einen rechteckigen Grundriss. An der Nordseite ist eine mächtige Patronatsloge, die durch ein reich verziertes, spitzbogenförmiges Portal von Norden her betreten werden kann. Darüber ist im geschmückten Giebel eine kreisförmige, verzierte Blende. Nach Westen hin folgen zwei dreiteilige Maßwerkfenster mit je drei Nonnenköpfen. Die Südseite mit der ehemaligen Leichenhalle ist identisch aufgebaut.

 

Nach Westen schließt sich der querrechteckige Westturm an. Hier befindet sich der spitzbogig gerahmte Haupteingang in die Kirche. Darüber befindet sich an den Turmfassaden aufstuckiertes Blendmaßwerk, das gestalterisch auch das Glockengeschoss und die Schallarkaden überspielt. Oben schließt ein Pyramidendach mit Wetterfahne und Kreuz ab.

Model

Auf dem Modell der Kirche mit dem Bohlenbinderdach, welches im Inneren ein Spitztonnen-Gewölbe ergibt, welches durch die Illusionistische Ausmalung hervorgehoben wird.

 

Das aus der Erbauungszeit erhaltenebogenförmige Bohlendach über dem Kirchenschiff ist eine bautechnikgeschichtliche Besonderheit, die wegen ihrer materialsparenden Konstruktionsweise vom Architekten David Gilly genutzt wurde. Die Dachkonstruktion formt gleichzeitig das innen sichtbare hölzerne Spitztonnen-Gewölbe, das mit aufgemalten Rippen verziert ist.